Juni 2026: Die künftige forensische LWL-Klinik in Lünen nimmt Form an
In Bau: Forensische Fachklinik mit 150 Plätzen am Lippe-Ufer in Lünen
Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Victoria I/II in Lünen baut das Land NRW eine weitere Klinik für forensische Psychiatrie. Dabei handelt es sich um eine gesicherte Fachklinik mit 150 Behandlungsplätzen für Menschen, die aufgrund einer psychischen oder Sucht-Krankheit straffällig geworden sind und vom Gericht in den Maßregelvollzug eingewiesen wurden.
Aufgabe der forensischen Fachleute ist es, die untergebrachten Personen in eine zielgerichtete Therapie einzubinden und sie Schritt für Schritt wieder an ein weitgehend selbstbestimmtes Leben heranzuführen, dabei jedoch grundsätzlich die Sicherheitsanforderungen im Blick zu haben. Ziel der Unterbringung ist es, den Patienten das Rüstzeug für ein straffreies Leben trotz der Krankheit zu geben und dadurch die Gesellschaft nachhaltig zu schützen.
Die Klinik wird zwar rundum von hohen Sicherheitsvorkehrungen begleitet, bleibt jedoch im Inneren ein Krankenhaus. Somit wird hier ärztliches und psychologisches Personal arbeiten, es werden Schwerpunkt-Therapien angeboten wie etwa Ergo- und Arbeitstherapie sowie Sport- und Bewegungstherapie, es wird einen Sozialdienst geben und Unterrichtsräume für die schulische Bildung. Von den insgesamt etwa 200 entstehenden qualifizierten Arbeitsplätzen werden die Pflege- und Erziehungsteams die größte Berufsgruppe darstellen.
Künftiger Träger der Klinik ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Mit dem Bau der Klinik hat das Land NRW im Herbst 2024 begonnen. Die Fertigstellung ist bis Ende 2026 geplant, bevor 2027 die Internationale Gartenausstellung auf dem umliegenden Gelände startet.
Aktuelles
Forensik Lünen und Dortmund werden zusammen „LWL-Zentrum für Forensische Psychiatrie Dortmund-Lünen"
Juli 2026 | „Lippeklinik Lünen“ – so soll die künftige forensische LWL-Klinik heißen, die das Land NRW aktuell am Ufer der Lippe auf der ehemaligen Viktoriabrache baut. Das hat die Landschafts-versammlung des LWL in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, wie LWL-Maßregelvollzugsdezernent Tilmann Hollweg im Juni im örtlichen Planungsbeirat berichtet hat. Auch wurde festgelegt, dass die neue 150-Betten-Klinik mit der deutlich kleineren Wilfried-Rasch-Klinik in Dortmund zusammengeführt werden soll.